Der richtige Zeitpunkt für Makrofotos
Ich hatte ja vor einiger Zeit bereits einen Beitrag mit Tipps zur Makrofotografie geschrieben, hier ist er nachzulesen.
Meine eigenen Tipps beherzigt
Mittlerweile habe ich es geschafft, meinen unbrauchbaren Ausschuß in der Makrofotografie deutlich zu reduzieren. Ich habe nämlich meine eigenen Tipps konsequent umgesetzt. Ein Stativ habe ich ja schon lange, seit Weihnachten sogar ein besseres und neues von Cullmann (dank Weihnachtsmannfrau). Doch bisher fiel ich eher dadurch auf, dass ich das Stativ einfach nur mitschleppte und es aber nur selten benutzte. Außer mal zum Gestrüpp aus dem Weg schieben und als Gehhilfe (und das mit 30!!). Seit einigen Monaten, ähm Wochen nehme ich das Stativ bei Makrofotos regelmäßig zu Hilfe. Es bietet sich ja an. Einziger Kritikpunkt: Ich habe noch keinen Kugelkopf, sondern nur einen Neigekopf, was die Einstellung etwas schwieriger macht. Aber vielleicht kommt ja dieses Jahr wieder die Weihnachtsfrau?? Nun gut, ich verwende also mein Stativ. Ganz wichtig ist es auch, eine kurze Mittelsäule zu besitzen, um möglichst nah am Boden arbeiten zu können.
Live View
Aber ich verwende noch mehr. Der Kabelauslöser ist stets im Einsatz, doch auch ein “neues” Feature habe ich zu schätzen gelernt. Die Live-View-Funktion meiner Kamera. Sie kommt bei Makro-Ausflügen stets zum Einsatz. Das scharfstellen ist dadurch wesentlich leichter. Ich kann bei meiner Kamera auf dem Display 5x oder 10x reinzoomen und so den Schärfepunkt äußerst präzise beurteilen. Das würde ich durch den kleinen Sucher meiner Kamera nicht schaffen. Wie es beim größeren Sucher der Vollformat-Kameras ausschaut weiß ich nicht. Vielleicht mag ja jemand von Euch seinen Senf dazu abgeben? Außerdem ist der Spiegel in diesem Modus bereits nach oben geklappt, so dass deutlich weniger Vibrationen entstehen beim auslösen der Kamera.
Der richtige Zeitpunkt – abends
Ich wusste eigentlich schon lange wann der beste Zeitpunkt für gute Makrofotos ist, doch mein innerer Schweinehund hielt mich meist zurück, diesen idealen Moment auch zu nutzen. Viele Ausflüge mit Makroausrüstung fanden bei mir am Nachmittag statt, natürlich bei schönem Wetter. Kaum näherte ich mich einem Schmetterling bis auf 2m, so war er schon wieder weg. Wilde Verfolgungsjagden führten nur sehr selten zum Erfolg, weswegen ich mir nach einiger Zeit eine neue Strategie suchte. Der späte Nachmittag (im Winter) oder der Abend (im hellen Sommer) waren meine neuen Zeiten. Eine gute Zeit für Makroaufnahmen, aber noch nicht die Beste. Am Abend kommt der Mensch zur Ruhe, doch auf der Wiese ist noch ziemlich viel los. Nimmt man sich Zeit mit, so reicht es manchmal schon aus, wenn man sich einige Minuten in die Wiese setzt um das Treiben um einen herum zu entdecken. Man braucht keine große Wiese, ein kleines Fleckchen reicht schon aus um viele Tierchen und natürlich auch Blümchen zu entdecken. Schmetterlinge fliegen nicht mehr so aufgeregt herum wie tagsüber, Spinnen genießen die Abendsonne. Aber auch Blumen und sonstige Gewächse lassen ich super im Abendlicht abbilden, vielleicht sogar in Kombination mit einem Sonnenuntergang… Hier ein paar Bilder von mir, die am späten Nachmittag oder Abend entstanden sind:
Der richtige Zeitpunkt – morgens
Der Abend ist eine Möglichkeit, doch noch besser klappt es meiner Meinung nach am Morgen. Damit meine ich nicht um 10 Uhr, nachdem man ausgeschlafen und schön gefrühstückt hat! Nein, denn da sind die kleinen Tierchen schon längst aktiv. Jetzt ist der Moment, an dem der Schweinehund zuschlägt. Früh am Morgen ist das Stichwort. Sehr früh. Ich habe durch meine Schichtarbeit die Möglichkeit, nach dem Nachtdienst auf die Pirsch zu gehen. Doch 7 Uhr kann auch schon recht spät sein, zumindest im Hochsommer. 5:30 oder 6 Uhr ist da viel besser. Also, zeitig raus aus den Federn, Kaffee trinken, Ausrüstung schnappen und los gehts. Denn am Morgen erwischt man die Insekten noch bei der Nachtruhe. Vor allem wenn es noch etwas kälter ist und sich schöne Tautropfen bilden. Für die Profis mag das sicher kitschig sein, ich jedoch finde diese Bilder toll. Ob am Blatt oder am Spinnennetz, sie peppen meiner Meinung nach das Bild auf. So zeitig am Tag sind Libellen noch wenig aktiv, man hat Zeit sich Ihnen zu nähern. Natürlich sollte das auch langsam geschehen, schließlich möchtet Ihr auch nicht erschreckt werden! Die Spinne genießt die ersten Sonnenstrahlen und freut sich darauf wenn ihr Netz endlich trocknet, Bienen starten die ersten, gemächlichen Rundflüge. Schnecken erklimmen Grashalme und Schnaken trocknen sich die langen Beine… Unglaublich was man, vorrausgesetzt man hat ein geschultes Auge, am Morgen entdecken kann. Sicherlich ist da nicht so viel los wie am späten Nachmittag, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Außerdem ist am Morgen meist weniger Wind als tagsüber, was das fotografieren deutlich einfacher macht. Genug geredet, hier sind Bilder aus den Morgenstunden:
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