… da gibt es so einige Dinge, zu denen ich das sagen könnte. Wenn man den Name “Venedig” hört, spuken einem gleich mehrere Sachen im Kopf herum. Hier zeige ich, wie man es auf einem Fotografie-Blog gewohnt ist, ein paar weitere Bilder von meinem Venedigaufenthalt. Ich habe versucht, einige Dinge unter dem Motto “typisch Venedig” so abzulichten, wie sie ein normaler Tagestourist nicht unbedingt fotografiert. Anders als die typischen Postkarten-Hochglanz-Bilder …
Markusplatz:
Einer der Orte, an dem jeder Venedig-Tourist einmal gewesen ist. Man kommt nicht drum herum, diesen bekannten Platz Venedigs einmal zu besuchen. Mit dem Dogenpalast, der Markuskirche und dem Campanile gibt es hier schon einige Sehenswürdigkeiten Venedigs zu bestaunen. Hier hat der Canal Grande seinen Ursprung, auf dem man mit dem Vaporetto (Wasserbus) wunderschön entlang fahren kann. Tagsüber lebt der Markusplatz von den Touristen, die in den extrem teuren Cafès am Platz einen Kaffee genießen. In Ruhe erlebt man den Piazza San Marco nur zu später Stunde und am Morgen. Ich war bereits um 5 Uhr morgens dort und genoss die Stille, die Beleuchtung und das Gefühl, den Platz für mich allein zu haben. Es lohnt sich, so zeitig aufzustehen.
Vögel
Sie gehören zum Markusplatz, wie das Caffè Florian, die Tauben. Tagsüber sind sie in Massen auf dem Piazza anzutreffen. Sie fliegen, sitzen, baden, spielen und streiten, sie gurren und flattern. Selbst zu Stoßzeiten am Carnevale, wenn der Markusplatz mit tausenden von Menschen gefüllt ist, finden sie ein Plätzchen auf dem Boden oder sie flattern nur knapp an den Köpfen der Menschen vorbei. Achtung: Seit einiger Zeit ist es verboten, die “Ratten der Lüfte” zu füttern. Wird man erwischt, ist die Reisekasse leer.
Aber nicht nur die Tauben, nein auch eine andere Vogelart fühlt sich in Venedig sehr wohl – die Möwen. Die Nähe zum Wasser, der Hauptnahrungsquelle, lieben und suchen sie. Über dem Markusplatz machen sie sich das Revier mit den Tauben streitig. So also, musste ich auch die obligatorischen Möwenfotos machen.
Die Kanäle
… sind das Markenzeichen der Stadt im Wasser schlechthin. Einziger Transportweg für Mensch und Waren in der Lagunenstadt, Freude und Leid zugleich. Über 100 Inseln zählt die Stadt Venedig, die durch mehrere Kanäle getrennt und durch zahlreiche (ca. 444) Brücken verbunden sind. Einige Kanäle dürfen nicht mehr befahren werden, einige werden sogar zugeschüttet. Wer die wahre Schönheit der Kanäle entdecken möchte, der fährt am Besten mit einer der zahlreichen und völlig überteuerten Gondeln oder er fängt als früher Vogel den Wurm und steht (mal wieder) zeitig auf und nimmt das erste Vaporetto über den Canal Grande. Ein romantisches Erlebnis, den Hauptkanal im Glanz der vielen Lichter zu erleben.
Gondola
Das wohl bekannteste Fortbewegungsmittel Venedigs. Zu Preisen um die 120 € pro Stunde kann man, mit bis zu sechs Personen die Kanäle befahren. Verhandlungsgeschick braucht man um den Preis ein Wenig zu drücken. Sogar die Überfahrt über den Canal Grande kostet extra. Die Gondeln sind bis zu 11 m lang und in schwarz gehalten. Ein genauerer Blick lohnt sich, denn die Gondeln sind meist mit schönen Details verziert.
Zu einer Gondola gehört natürlich auch der Gondoliere. Sie zählen zu den Rekordverdienern Venedigs – mit einem Jahreseinkommen von mind. 100.000 € pro Gondel. Sicherlich liegt der wahre Verdienst noch viel höher, wenn man sieht wie ausgelastet die Herrscher über die Gondola, die 20.000 – 35.000 € kostet, zur Saison und zum Carnevale sind. Ein Bild von einem Gondoliere darf natürlich auch bei mir nicht fehlen, natürlich in traditioneller Kleidung.
Kirchen
Venedig ist reich an Gotteshäusern. Markusdom, San Giacomo di Rialto (die Älteste!), Santa Maria Formosa, San Giorgio Maggior, Sante Maria della salute, Santa Maria Gloriosa dei Frari und Santi Giovanni e Paolo sind nur einige der zahlreichen Bauten. Einige davon zu besuchen lohnt sich (auch für nicht so gottesfürchtige Menschen).
Carnevale
Dem Carnevale di Venezia habe ich ja schon einen kleinen Beitrag auf meinem Blog gewidmet –> hier klicken.
Ich mache es mir hier mal leicht und zitiere ausnahmsweise Wikipedia:
Der Begriff „Carnevale di Venezia“ wurde erstmals 1094 in einem Schriftstück des Dogen Vitale Falier verwendet. … die gesellschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert brachten den Karneval in Venedig für fast 200 Jahre zum völligen Erliegen. Erst 1980 fand die alte Tradition ihre Fortsetzung als Touristenattraktion. Seitdem sieht man in den 10 Tagen vor Aschermittwoch auf Venedigs Straßen und Plätzen wieder die klassischen Masken und die historischen Kostüme, allerdings auch immer mehr Phantasiemasken.
Menschen
Zu den Menschen Venedigs kann ich nicht viel sagen, da ich zur Karnevalszeit hauptsählich Touristen und nur wenig Einheimische gesehen und gesprochen habe. Die Venezianer versuchen dem Trubel des Carnevale zu entkommen und flüchten aus der Stadt. Daher nur zwei Bilder zum Thema.
So, genug von Venedig (zumindest vorerst). Ich freue mich, wenn dieser Beitrag gelesen wird und ich Euch Venedig ein Wenig näher bringen könnte. Ich hoffe ich habe es nicht übertrieben, möchte ja kein Reiseblog sein, sondern ein Fotografenblog bleiben.
Man liest sich …
Ciao
Alexander


























4 Kommentare
Supertolle Bilder! Da kommen wir mit unseren Panoramabildern wohl kaum ran. Wir waren vor einiger Zeit auch in Venedig und haben ein paar 360° Bilder gemacht.
Herzliche Grüße Marcel
Beeindruckende Bilder auf Deiner Seite! Besonders gut finde ich die Bilder vom Markusplatz. Wie hast Du das technisch gemacht mit diesen vielen Leuten?
Im Grunde ist das recht einfach, da die Bilder bis zu 50% Überlappung haben. Die Bilder werden als Ebenen rausgerechnet und diese kann man dann nachretuschieren, damit alles sauber aussieht. Ist bei solchen Menschenmengen recht aufwendig. Für Venedig hat sich das aber gelohnt
Aber wirklich!